Das Jahr 2025 markierte einen historischen Meilenstein im Liechtensteiner Frauenfussball: Zum ersten Mal nahm das Frauen-Nationalteam an der UEFA Women’s Nations League teil. Der Entschluss zur Teilnahme wurde nach einem Heimspiel gegen Namibia gefasst. In enger Abstimmung mit den Spielerinnen wurde geprüft, ob sich die Teilnahme mit Beruf und Ausbildung vereinbaren lässt – ein Prozess, der grosse Begeisterung und Motivation entfachte.
Am 7. November 2024 wurde Liechtenstein in eine Gruppe mit Kasachstan, Armenien und Luxemburg gelost. Die Vorfreude war gross, und die Vorbereitung auf die ersten Pflichtspiele begann mit viel Engagement. Die erste Spielrunde im Februar 2025 führte das Team nach Armenien und Luxemburg – eine logistische Herausforderung, insbesondere für Spielerinnen, die im Ausland studieren. Trotz der Strapazen gelang Katharina Risch beim Spiel gegen Armenien der erste Pflichtspieltreffer in der Geschichte des Teams.
Im April folgten zwei Heimspiele, bei denen die Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung zeigte. Die Unterstützung der Fans war überwältigend und setzte zusätzliche Kräfte frei. Besonders das Spiel gegen Luxemburg war ein emotionales Highlight: Liechtenstein konnte zweimal einen Rückstand ausgleichen und verlor nur knapp mit 2:3. Im letzten Gruppenspiel gegen Armenien belohnte sich das Team schliesslich mit einem 2:2-Unentschieden und dem ersten Pflichtspielpunkt.
Diese erste Kampagne war nicht nur sportlich ein Erfolg, sondern auch ein bedeutender Schritt in Richtung Professionalisierung und internationale Anerkennung. Spielerinnen sowie Trainerin Adrienne Krysl betonten den Wert dieser Erfahrung für die persönliche und fussballerische Entwicklung. Die Teilnahme stärkte das Selbstvertrauen, förderte den Teamgeist und zeigte, dass Liechtenstein auf einem vielversprechenden Weg ist.
Nach einer wohlverdienten Sommerpause mit der Europameisterschaft in der Schweiz richtete sich der Blick bereits auf die WM-Qualifikation. Regionale Trainingszusammenzüge und das Länderspiel gegen Hong Kong, China im Herbst wurden für die Weiterentwicklung genutzt, an der im Jahr 2026 in den Qualifikationsspielen erfolgreich angeknüpft werden soll.