Im Schuljahr 2025/2026 besuchen insgesamt 54 Sportschülerinnen und Sportschüler des LFV die Sportschule Liechtenstein. Vier weitere Spieler sind in der Schule in Gams untergebracht und profitieren ebenfalls vom Sportschulangebot des LFV. Die Sportschule wird in den Klassen 1 bis 4 der Realschule St. Elisabeth in Schaan sowie im Wirtschaftsprofil der Klassen 4 bis 7 am Liechtensteinischen Gymnasium geführt und bildet zusammen mit dem LFV ein zentrales Fundament für die sportliche und persönliche Entwicklung der Talente.
Struktur und Trainingsaufbau
Die ersten beiden Klassen besuchen die von der Sportschule selbst organisierten Sportschultrainings. Diese Einheiten sind sportartenübergreifend angelegt und legen den Schwerpunkt auf die allgemeine athletische Ausbildung der Schüler. Die 3. Klasse nimmt am Dienstag ebenfalls an diesem athletischen Training teil und absolviert zusätzlich am Donnerstag das LFV‑Sportschultraining. Ab der 4. Klasse besuchen alle Sportlerinnen und Sportler beide vom LFV durchgeführten Sportschultrainings. Damit steigt die sportartspezifische Förderung stetig an und baut optimal auf der Grundlagenausbildung der ersten Jahre auf.
Individuelle Förderung und neue Belastungssteuerung
Der LFV nutzt die Sportschultrainings gezielt, um die Spielerinnen und Spieler zusätzlich individuell zu fördern. Die Einheiten dienen insbesondere dazu, technische und körperliche Fähigkeiten weiterzuentwickeln und Athletik, Bewegungsqualität sowie fussballspezifische Fertigkeiten zu verbessern. Eine besondere Herausforderung stellt die Kombination aus Schulalltag, regulären Mannschaftstrainings und zusätzlichen Sportschuleinheiten dar. Diese Mehrfachbelastung trägt jedoch massgeblich zur Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen bei und fördert Selbstorganisation, Belastbarkeit und Verantwortungsbewusstsein. Mit der Einführung neuer Vorgaben zur Belastungssteuerung sowie der Anpassung an die LFV‑Spielphilosophie wurde für alle Sportschüler, die an den LFV‑Sportschultrainings teilnehmen, ein individuelles technisches Leistungsziel definiert. Spielerinnen und Spieler mit denselben technischen Entwicklungsschwerpunkten werden in Kleingruppen zusammengefasst und arbeiten gemeinsam mit einem Trainer an ihrem Ziel. Auf dieser Basis entsteht ein klar definiertes und transparentes Leistungsziel, das in die Notengebung des jeweiligen Semesters einfliesst und die Schulnote im Zeugnis nachvollziehbar macht.
Nutzung der LFV‑Infrastruktur
Die Sportschüler profitierten stark vom LFV‑Trainingszentrum in Ruggell, das ihnen optimale Bedingungen für eine moderne Fussballausbildung bietet. Neben Natur- und Kunstrasenplätzen stehen Lernräume, Besprechungszimmer, Videoanalyse-Möglichkeiten sowie der Kraft- und Physiobereich zur Verfügung. Dies gewährleistet, dass sportliche und schulische Anforderungen effizient verbunden werden können, ohne dass sich die Spieler vom Mannschaftsgefüge entfernen müssen.
Nach den Vormittagstrainings wird seit Jahren gemeinsam im Restaurant des Trainingszentrums zu Mittag gegessen. Dabei wird nicht nur auf eine ausgewogene Ernährung geachtet – die Jugendlichen lernen ebenfalls Tischmanieren, respektvollen Umgang und Verantwortungsbewusstsein für ihren Körper. Gleichzeitig wird durch die gemeinsame Mahlzeit der Teamgedanke gefördert.
Organisation und Ausbildnerteam
Die organisatorische Leitung der Sportschulbelange lag im Kalenderjahr 2025 bei Simone Troisio.
Das Trainer‑ und Ausbildnerteam der Sportschule im Schuljahr 2024/25 bestand aus:
Simone Troisio, Daniel Hasler, Dietmar Kupnik, Jan Mayer, Dieter Alge, Markus Hödl und Áron Horváth.
Ausbildner der Sportschüler im neuen Schuljahr 2025/26 sind Roman Spirig, Daniel Hasler, Dietmar Kupnik, Jan Mayer, Mathias Mayer, Markus Hödl und Aron Horvath.